Kleintierzentrum Nordheide
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Altersvorsorge für Hunde und Katzen (Geriatrie-Check)

Die von uns geliebten Vierbeiner werden durch liebevolle Pflege, sinnvollere und bessere Ernährung, Impfungen, intensivere Medizin mit größten diagnostischen Möglichkeiten und Therapien immer älter. Zum Beispiel nahm das durchschnittlich erreichte Höchstalter der Katzen von 7,8 Jahren im Jahre 1983 auf 13,2 Jahre im Jahre 1995 zu. Mit zunehmendem Alter kommt es aber in jedem Organismus zu einer Zunahme der Krankheitsanfälligkeít und einer Abnahme der Gesundungs- und Regenerationsfähigkeit. Dadurch nimmt zum einen die Anzahl der Erkrankungen zu, zum anderen ist der Verlauf von Erkrankungen häufig schwerwiegender als bei einem jungen Tier.

Ab wann altert mein Tier?

Das Altern ist ein schleichender Prozess, dessen Beginn der Tierbesitzer meist nicht bemerkt. Das genaue Festlegen eines Zeitpunktes ist nicht möglich, jedoch hat man für Katzen und Hunde versucht, anhand bestimmter Veränderungen im Organismus und unter Berücksichtigung der Lebenserwartung, einen ungefähren Zeitraum festzulegen. Abhängig von Rasse, Körpermasse und Körpergröße kann der Beginn des Alterns bei Hunden schon ab dem 6. Lebensjahr liegen.

Bei Katzen liegen die Angaben für den Zeitpunkt des beginnenden Alterns zwischen dem 8. und 12. Lebensjahr. Auch hier spielen Faktoren wie Auslauf, Rasse, Kastration und Körpermasse eine wichtige Rolle.

Man teilt die Krankheiten eines alternden Tieres in drei Gruppen ein.

  1. "Alters-begünstigt" sind Erkrankungen, die in jedem Alter auftreten können, deren Ausprägungsgrad und damit Gefährlichkeit für das Tier aber im Alter deutlich zunimmt.
  2. "Alters-begleitende" nennt man Erkrankungen, die vor allem im Alter auftreten.
  3. "Chronische Erkrankungen" bestanden bereits in jüngeren Jahren.

Neben den bei alten Tieren aufgrund eines schlechten Allgemeinzustandes gehäuft auftretenden Infektionserkrankungen sind alle Organsysteme von "alters-begleitenden" Erkrankungen bedroht. Häufige altersbedingte Probleme bei Hund und Katze sind:

  • Erkrankungen der Mundhöhle (Zahnstein, Zahnfleischentzündung)
  • Chronische Nierenerkrankungen, sowie Erkrankungen der harnableitenden Wege (Blasensteine, Blasentumore, Inkontinenz)
  • Lebererkrankungen
  • Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (Endokardiosen, Klappeninsuffizienzen, Herzmuskelveränderungen)
  • Verminderte Funktion der Sinnesorgane, inbesondere des Auges (Katarakt, Keratokonjunktivitis)
  • Chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates (Arthrosen, Wirbelsäulenprobleme)
  • Chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
  • Nicht entzündliche Hauterkrankungen
  • Endokrinopathien (Diabetes mellitus, Hyperthyreose, usw.)
  • Tumoren

Altersvorsorge

Bei rechtzeitiger Diagnose typischer altersbedingter Erkrankungen, möglichst schon vor dem Auftreten deutlicher Symptome, kann man mit Hilfe geeigneter Maßnahmen und Therapien in den meisten Fällen einen klinischen Ausbruch der Krankheit verhindern oder ihren Verlauf deutlich abschwächen. Wegen geringerer "Reserven" und verzögerter Regeneration ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung im Rahmen der Prävention für ein älteres Tier besonders wichtig.

Was beinhaltet die Alters-Vorsorgeuntersuchung (Geriatrie-Check)?

Da häufig verschiedene Erkrankungssymptome ineinander ursächlich miteinander verkoppelt sind, kann man mit einer bestimmten Systematik in der geriatrischen Untersuchung sich weitgehend über den klinischen Zustand des Patienten ein Urteil erlauben.

Dies beinhaltet: Die klinische Untersuchung, in der grundsätzlich neben der allgemeinen körperlichen Verfassung die Funktion des Herzens genauer überprüft wird. Eine Blutuntersuchung, in der die einzelnen Bauchorgane (Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse) in ihrer Funktion überprüft werden können. Eine Urinuntersuchung, in der erste Erkenntnisse der Nierenfunktion sichtbar sind. Dies beinhaltet, neben Infektionen, besonders das frühzeitige Erkennen von Harngries und Harnsteinen. Eine Röntgenuntersuchung, in der abnorme Prozesse im Bauch- oder Brustraum eventuell erkennbar sind.

Nach diesen Untersuchungsgängen ist, je nach Befund, eine weitere Abklärung empfehlenswert. Dies kann weitere Röntgenaufnahmen, weitergehende Blutuntersuchungen, EKG, Blutdruckmessung, Herzultraschall, Ultraschall des Bauchraumes oder Endoskopie beinhalten.

 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!


Ihr Praxis-Team